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18. Jugendsession in St. Gallen
Geschrieben von Manuel Angehrn   
19.05.2008

St. Gallen. Gut 60 politisch interessierte Jugendliche diskutierten am Samstag 26. April im Kantonsratssaal in St. Gallen über politische Themen und präsentieren im abschliessenden Plenum ihre Lösungen.

Um 9.30 Uhr eröffnete der Präsident des Jugendparlaments, Ruedi Lieberherr, die 18. Session und übergab das Wort der Gastgeberin im Kantonsratssaal, Kantonsratspräsidenten Marie-Therese Huber. Anschliessend sprach Hanspeter Trütsch über seine Erfahrungen in der Politik und lobte das Engagement der anwesenden Jugendlichen zu solch früher Stunde an einer politischen Diskussion teilzunehmen.

Danach ging es in die verschiedenen Workshops um konstruktiv an den Problemen zu arbeiten, sich mit der Politik oder der Jugendgewalt auseinander zu setzen. Beim Klimaschutz wurde das Energiekonzept des Kantons St. Gallen unter die Lupe genommen und nach Möglichkeiten gesucht wo der Kanton ansetzen kann. Dabei wurde gefordert, dass der Kanton sämtliche Neubauten im Minergiestandard erstellt und seine älteren Immobilien bei Sanierungen auch auf diesen Standard umrüstet. Aus dem Workshop zur Jugendarbeitslosigkeit ging eine Forderung nach Bürokratieabbau hervor, welche aber im abschliessenden Plenum verworfen wurde.

Nach einer kleinen Stärkung und einer Rede von SP-Nationalrat Paul Rechsteiner über seine politischen Erfahrungen und seinen Weg in die Politik nahmen die Jugendlichen den Nachmittag in teils hitzigen Diskussionen in Angriff. In der Debatte über die Bauern trafen sich Befürworter und Gegner zu einem Schlagabtausch und kamen zum Schluss, dass die Schweiz Bauern benötigt, ob dies mit oder ohne Subventionen geschehen solle konnte aber nicht restlos geklärt werden. Ebenfalls klar waren die Fronten bzgl. des Baus eines neuen Atomkraftwerks in der Schweiz. Schlussendlich konnte man sich hier einigen, dass erneuerbare Energien weiterhin erforscht und vorangetrieben werden müssen.

Im abschliessenden Plenum diskutieren die Jugendlichen heftig über die während des Tages entstandenen Forderungen und verwarfen den Bürokratieabbau mit etlichen Gegenstimmen. Auch die zwei weiteren Forderungen wurden durch das Plenum noch verfeinert um dann abschliessend mit grosser Mehrheit angenommen zu werden. Damit forderten die Jugendlichen vom Kanton sämtliche Neubauten im Kanton im Minergiestandard zu errichten, sowie vom Bund eine Forschungsverpflichtung an die Baubewilligung für ein Atomkraftwerk zu knüpfen. Verabschiedet wurde das Plenum anschliessend von der St. Galler Regierungsrätin Heidi Hanselmann, die die Anwesenden als ihr Wunschparlament bezeichnete.Forderungen:
Forderung Atomenergie
Forderung Energie
Forderung Bürokratieabbau

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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