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Wiesbaden, Hessen, 23. bis 25. November 2009 Unter dem Motto „The future belongs to us – but how should we handle it?” haben sich Jugendliche aus ganz Europa – von Grossbritannien bis Georgien - in Wiesbaden (Deutschland) getroffen, mit dem Ziel ein Netzwerk junger Leute aus den verschiedenen europäischen Regionen zu gründen. Darunter befanden sich auch drei Mitglieder des Jugendparlaments St.Gallen als Vertreter des Kantons St.Gallen: Beat Rohner, Dominik Schmid und ich (Daniela Koller).
Am frühen Sonntagnachmittag trafen wir nach einer sechsstündigen Zugfahrt im verscheiten Wiesbaden, der Landeshauptstadt von Hessen, in der Jugendherberge ein und wurden von einigen Mitarbeiterinnen der AER (Assembly of European Regions, zu dt. VRE, Versammlung europäischer Regionen) in Empfang genommen. Im Anschluss an die Registrierung wurden uns eine Tasche mit Informationsunterlagen zur Konferenz sowie Präsenten der Region Hessen überreicht. Nach einem Nachtessen in der Jugendherberge trommelten uns die Organisatoren zusammen, damit wir uns gegenseitig vorstellen und uns bei einem – leider ziemlich warmen – Bier kennenlernen konnten. Die einen zogen sich anschliessend in ihrer Zimmer zurück, um für die nächsten beiden Tage fit zu sein. Mutigere wagten trotz immer stärker werdenden Schneegestöbers einen Ausflug ins Stadtzentrum um sich mit dem Nachtleben von Wiesbaden vertraut zu machen. Gleich nach dem Frühstück brachten uns zwei Cars zum Landestag von Hessen, welcher sich in Mitten des schmucken Städtchens Wiesbaden befindet. Spätestens im Plenarsaal merkten wir, dass sich die Gastgeberregion Hessen freute, uns in ihrer Hauptstadt zu begrüssen, denn nebst dem AER-Generalsekretär haben sich verschiedene bekannte Politiker aus der Region Hessen nach Wiesbaden begeben, um ihr Wort an uns Teilnehmer zu richten. Es folgten Informationen zur AER, der unabhängigen Organisation der Regionen Europas im weiteren Sinn, zu welcher über 270 Regionen aus 33 Ländern gezählt werden. Das Ziel der Assembly ist es, den Regionen eine Stimme zu geben wie auch eine Plattform für interregionales Lobbying und Kooperation zu bieten. Malgorzata Kucińska, Jugend- und Citizenship-Beauftragte von AER aus Polen, welche das Treffen organisiert hatte, erklärte uns, dass die Konferenz dazu dienen soll, ein ebensolches Netzwerk der Regionen auch für Junge zu schaffen. Dazu würden wir am Ende des Meetings eine Resolution verabschieden, welche die Ziele und Intentionen des Jugendnetzwerks beinhalten sollte. Am Nachmittag war es schliesslich an uns, das Wort zu ergreifen und unsere Ideen einzubringen. Aufgeteilt in fünf Gruppen diskutierten wir über politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen, mit dem Ziel einen Satz zum Thema zu formulieren, der schliesslich in die Resolution aufgenommen werden sollte. Nach einem spannenden, aber auch kräftezehrenden Nachmittag gingen wir zu jenem Part der Tagung über, welcher ebenso wichtig ist wie die Reden, Besprechungen und Workshops: das so genannte „Socializing“. Am nächsten Morgen wurden die Resultate der Workshops präsentiert und die Resolution vorgestellt, welche in der anschliessenden Abstimmung – zur Freude aller – einstimmig angenommen wurde. Zum Schluss richteten der Generalsekretär der AER, Klaus Klipp, sowie eine der Teilnehmerinnen aus Schweden und die AER-Jugendbeauftragte, Malgorzata Kucińska, das Wort an uns, um die vergangenen drei Tage noch einmal zu resümieren, sich zu bedanken und uns in unsere über ganz Europa verteilten Heimatregionen zu entlassen, nicht ohne uns abermals an die nächste Konferenz zu erinnern, welche im Juni 2009 in Polen stattfinden wird. |