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Jupa-Delegation am 2. Meeting des Youth Regional Network in Wroclaw
Geschrieben von Tobias Angehrn   
09.06.2009

   

Daniela Koller: Ende Mai fand die zweite Konferenz des Youth Regional Network in Polen statt. Beinahe hundert Jugendliche aus verschiedensten Regionen Europas, von den Azoren bis Guria in Georgien, trafen sich in Kreisau bei Wroclaw, der niederschlesischen Hauptstadt, um das Strategieprogramm des Netzwerks zu verabschieden sowie den Präsidenten bzw. die Präsidentin zu wählen. Weiter war es auch Ziel des Meetings verschiedene Komitees ins Leben zu rufen bzw. deren Inhalte zu bestimmen. Die fünf Komitees werden sich um folgenden Themen kümmern: Nachhaltige Entwicklung, Berufsleben und Jungunternehmertum, Kultur und Erziehung, Gesundheit und Sozialwesen sowie Kommunikation und Medien.

Der Kanton St.Gallen wurde in Kreisau durch zwei Delegierte des Jugendparlaments St.Gallen, Beat Rohner und Daniela Koller, vertreten, welche beide bereits an der Gründungskonferenz in Wiesbaden, Deutschland, teilgenommen hatten.

Die Konferenz wurde am Mittwochabend mit einer Vorstellungsrunde in eher informellem Rahmen eröffnet. Der Donnerstag startete mit der Opening Session, an welcher die Repräsentanten der Region, der VRE Generalsekretär Klaus Klipp wie auch Mitgliedern der Europäischen Kommission, Sergey Koperdak und Tomasz Bratek uns begrüssten.


Im zweiten Teil des Morgens fand eine Debatte zur Frage statt, ob die Europäische Union junge Erwachsene nach Abschluss ihrer Ausbildung auf der Suche nach ihrer ersten Arbeitsstelle aktiv unterstützen soll oder nicht. Ein grosser Teil sprach sich dabei für Unterstützungen finanzieller, aber auch struktureller und informativer Art aus. Je eine kleine Gruppe stellte sich in die Mitte bzw. auf die Kontra-Seite. Schliesslich einigte man sich, das Europäische Parlament aufzufordern, Jungunternehmer zu unterstützen, jedoch nur unter gewissen Bedingungen, damit der freie Markt weiterhin spielen kann.

Am Donnerstagnachmittag tagten erstmals die einzelnen Komitees. Dabei ging es hauptsächlich darum, sich auf die wichtigsten Aspekte des jeweiligen Bereiches zu einigen, Ziele festzulegen und bereits mögliche Ideen für Projekte zusammenzutragen. Zudem bestimmte jedes Komitee einen „Head“, welche zusammen mit dem Präsidenten(in) des YRN das Präsidium bilden wird.

Damit auch die kulturellen und gesellschaftlichen Aspekte nicht zu kurz kamen, kamen wir am Donnerstagabend zuerst in den Genuss einer Führung durch Kreisau, heute eine Stiftung für Internationale Jugendbegegnung. Abgerundet wurde der Tag durch ein Barbecue.

Am Freitagmorgen wurde das strategische Programm 2009 – 2010 verabschiedet. Der Höhepunkt des Morgens bildete die Präsidentenwahl. Nachdem jede(r) Kandidat(in) in einer Rede sich selbst und seine Prioritäten und Vorstellungen für das Präsidentenamt vorgestellt hatte, waren die Delegierten aufgefordert, ihre Stimmen abzugeben, jeweils eine pro Region. Im zweiten Wahlgang wurde schliesslich die Französin Charlotte Kude mit 14 zu 13 Stimmen knapp vor Olov Oskarsson aus Schweden gewählt. Nach einer Rede der neu gewählten Präsidentin bildete den Abschluss der Konferenz.

 

Das nächste Treffen im Herbst wird in Paris stattfinden. Bis dahin wird die Präsidentin hoffentlich bereits viel Öffentlichkeitsarbeit und Lobbying leisten bzw. die Komitees Ideen sammeln.

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